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Geografie

Die Rigi liegt wie eine Insel, etwas vorgelagert am Rand der Voralpen, zwischen den drei Seen Vierwaldstätter-, Zuger- und Lauerzersee, Muota und einigen anderen Bächen. „Trockenen Übergang“ zu den umliegenden Gebieten gibt es nur jeweils einen knappen Kilometer in Immensee und Goldau, wo die höchste Verbindungsstelle liegt (Bahnhof 510m).

Dank dieser Insel-Lage besteht auf dem eigentlich kleinen Berg eine fantastische Rund- und Tiefsicht. Besonders beliebt ist das Betrachten des Nebelmeers. Auch vom Tal gesehen zeigt sich das freistehende Massiv von allen Seiten in charakteristischen Formen. Seit alten Zeiten verlaufen an seinem Fuss die wichtigen Verkehrswege Nord – Süd (Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee, dann Bahn und Strasse, heute vorne und hinten auch  Autobahnen und in der Luft die Fluglinien).

Vom tiefst gelegenen Zugersee (Spiegel 413m, [Grund 216m!]) sind es fast 1400m Höhenunterschied bis zum Kulm (1798m), mit dem Sendeturm (90m) sogar fast 1500m. Der Vierwaldstättersee hat eine mittlere Höhe von 434m; Kaltbad – Chänzeli sind gut 1000m über dem See auf rund 1450m.

Die Rigi findet Platz auf einer ca. 16 x 10 km grossen Fläche. Die markante Gipfellinie führt vom Kulm über Rotstock, Schild, Dossen zur Scheidegg und über die Lücke des Gätterlipasses (1190m) zu den Kalkbergen Hochflue (1698m) und Urmiberg. Vorgelagert der Vitznauer-/ Gersauerstock (mit seinen 1451m nur 13m tiefer als das Chänzeli).

Von Staffel via Klösterli nach Goldau hat die Rigiaa (und früher ein Gletscher) ein Tal eingeschnitten, wo die Arth-Rigi-Bahn eine relativ mässige Steigung vorfand.

Die Rigi liegt auf den 2 Kantonen Schwyz und Luzern mit 9 Gemeinden (in SZ: Küssnacht, Arth/Goldau, Lauerz, Schwyz, Ingenbohl/Brunnen, Gersau und in LU: Vitznau, Weggis und Greppen). Im Projekt Rigi Plus haben die Kantone und Gemeinden in mehreren Bereichen die Zusammenarbeit verbessert.

Seit 1871 ist die Rigi von Bahnen erschlossen: 2 Zahnradbahnen und 7 Luftseilbahnen. Ausser Dientleistungs- und Werkverkehr ist die Rigi autofrei. Das Wanderwegnetz ist sehr dicht und meist gut unterhalten, aber wegen den Felsbändern nicht immer in ungefährlicher Umgebung. Das Kernstück bildet der breite Weg von Kulm – Staffel - Staffelhöhe – Chänzeli – Kaltbad – First – Unterstetten – Scheidegg (von 1874 bis 1931 fuhr eine Bahn von Kaltbad bis Scheidegg!). 

Das Chänzeli – ohne ein hoher Berggipfel zu sein – bietet eine einzigartige Aussicht auf die halbe, nein, fast die ganze Schweiz, bis nach Deutschland (Schwarzwald) und Frankreich (Vogesen), [sofern Kantonsgrenzen, die sich auf Berggipfeln treffen, gelten!]: 
Über ZG sieht man knapp Hügel im TG, und über dem Üetliberg sogar bis SH (Randen), etwas näher ZH, dann ab der Lägern der AG. Vorne rechts SZ (Immensee – Küssnacht – Merlischachen) dann hauptsächlich LU, auf den Jurakreten Grenzen zu BL und JU (Mt. Raimeux), dann SO (Weissenstein) und hinter dem rechten Ausläufer des Napf: NE (Vue des Alpes). Doch schon auf Jurahöhen hinter Sursee zeigt sich BE dann fast auf einem ⅓-Kreis (ca 110°) bis links vom Titlis (Fünffingerstöcke)!! Nur Luzern liegt in einem grösseren Winkel vor uns (vom Chiemen im Zugersee [Gde Meierskappel!] bis Brienzerrothorn ca. 144°, dann näher die Nordwand und der Gipfel des Bürgenstocks [Gemeinde Stadt Luzern!!], obere Nase und Rigi Südseite natürlich rundherum, denn wir stehen ja im Kt. LU). Die beiden Kantonsgrenzen (LU und BE) werden unterbrochen von NW (Hergiswil bis Emmetten) und dahinter OW (Pilatus bis Wissigstock östl. von Engelberg). An Mönch und Finsteraarhorn zeigt sich die Grenze zu VS. Ab Brisen sehen wir die Grenze zu UR und dann die Urner Alpen, am Oberalpstock diese zu GR und in den Bäumen (am Weg nach Kaltbad) mit dem Clariden und Tödi sogar GL. Am Gersauerstock sind wir zurück an der Grenze mit. SZ, resp. "Republik" Gersau! Das macht 18 Kantone, resp. Halbkantone!

Vom Kulm sieht man zusätzlich noch die Kantone SG und AI/AR (Säntis) Hinter dem Napf die Juragipfel im VD, le Gibloux in FR und sogar einen TI Grenzgipfel (Scopi). Besser als vom Chänzeli auch GL (Glärnisch) und Hügel im TG. Da fehlen nur noch BS und GE!

 

 

 
 
 
 
 
Vereinigung Pro Rigi

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